FF FRESING-KITZECK

Freiwillige Feuerwehr

Fresing-Kitzeck

Notruf: 122

 

Fresing 104

8441 Kitzeck im Sausal

HBI Klaus Ulbl

OBI Philipp Hirzer

Tel.: +43 3456/ 2122

E-Mail: kdo.007@bfvlb.steiermark.at

 Chronik der Freiwilligen Feuerwehr Fresing:

Mit dieser Abschrift aus der Originaleinladung begann im Jahre 1951 die Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Fresing.

 
Fresing, 13. Dezember 1951


Einladung

Zur Gründung eines einsatzfähigen Löschzuges der Freiwilligen Feuerwehr Fresing


Einem langen Wunsche der hiesigen Bevölkerung entsprechend ist es jetzt endlich so weit, dass wir an die Gründung eines einsatzfähigen Löschzuges schreiten können.
Dieser Löschzug wird mit Löschgeräten von der Freiwilligen Feuerwehr Klein ausgerüstet und ist dann im Ernstfalle jederzeit sofort voll einsatzfähig.
Wir glauben, dass sich die hiesige Bevölkerung dieser wichtigen Sache voll anschließen wird.

Es ergeht daher an die männlichen Bewohner, Besitzer und Besitzerinnen von Fresing und Hollerbach die dringende Aufforderung
am Samstag, den 15. Dezember 1951 um 19.30 (1/2 8 Uhr abends)
zu verlässlich zur Gründungsversammlung der Feuerwehr im Gasthaus Kappel in Fresing
Nr. 16 zu erscheinen.
Es ist unbedingte Pflicht eines Jeden, der zu dieser Versammlung mittels angeschlossener Unterschriftsliste eingeladen wird zu erscheinen.

Es ist ferner die Errichtung eines kleinen zweckentsprechenden Rüsthauses geplant. Um diesen Plan in die Tat umzusetzen ist die Mitarbeit und Hilfe aller Bewohner und in erster Linie aller Besitzer und Besitzerinnen von Gebäuden aller Art erforderlich.

Bei dieser Gründungsversammlung sind ferner anwesend:
Der Bezirksfeuerwehrkommandant des Bezirkes Leibnitz:
Herr Techt aus Wildon
Der Abschnittskommandant des Feuerwehrbezirkes Arnfels:
Herr Repolusg aus Leutschach
Der Feuerwehrhauptmann aus Klein:
Herr Schmied
Der Bürgermeister der Gemeinde Klein:
Herr Resch
Der Bürgermeister der Gemeinde Steinriegel:
Herr Paul Stiegler
Die Gemeinderäte von Fresing:
Herr Franz Schrotter Bgm. Stellv.
Herr Hans Kappel Gem. Rat

Bei der Gründungsversammlung am 15. Dezember 1951 im Gasthaus Kappel in Fresing wurde der damalige Gastwirt und Kaufhausbesitzer Hans Kappel zum Feuerwehrkommandanten und ihm zur Seite als Kommandantenstellvertreter Herr Franz Schrotter gewählt.

Die erste Jahreshauptversammlung fand bereits am 20. Jänner 1952 mit Beginn um 11.00 Uhr beim Gasthaus Tischlerwirt in Kitzeck statt.
Bei dieser Jahreshauptversammlung wurde der Gründungskommandant Hans Kappel in seiner Funktion bestätigt. Als Kommandant Stellvertreter wurde der damalige Bürgermeister der Gemeinde Steinriegel Herr Paul Stiegler gewählt.

Da in diesen einem Monat seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Fresing, diese ausschließlich aus Kameraden der Ortsteile Fresing und Hollerbach bestand, kam es bei dieser Jahreshauptversammlung zu einer Verstärkung des Aktivstandes durch den weiteren Beitritt von 62 Mann aus den Katastralgemeinden Steinriegel, Einöd, Gauitsch, Neurath und Greith.

Bereits am 10. Februar 1952 nahmen mehr als die Hälfte der damals als Aktiv gemeldeten Kameraden an einem Grundkurs an der Landesfeuerwehrschule in Graz teil.

Am 27. Februar 1952 wurde bei einer Sitzung der Bau eines Rüsthauses mit angeschlossen Raum für ein Postamt beschlossen. Das dazu benötigte Grundstück wurde von Herrn Franz Koch von seiner Tochter sowie vom Gründungskommandant Hans Kappel kostenlos an die Feuerwehr Fresing abgetreten.

Bereits am 23. März 1952 begann man mit dem Grundaushub und nur knapp zweieinhalb Monate später am 31. Mai 1952 konnte nach unermüdlichen freiwilligen Wochenendschichten der Feuerwehrkameraden der Rohbau des Feuerwehrhauses fertiggestellt und die Dachgleiche gefeiert werden. Am 3. August 1952 wurde das Feuerwehrhaus offiziell bei einem Gründungsfest samt fertiggestelltem Postamt seiner Funktion übergeben.



Voller Tatendrang war man daran, die Garage des Feuerwehrhauses nicht leerstehend zu lassen. So konnte am 27. Mai 1953 das erste Auto, ein gebrauchter LKW der Marke Chevrolet Canada aus einem Privatbesitz angekauft, zu einem Feuerwehrauto umgebaut werden, welches am 21. Juni 1953 mit einer Fahrzeugsegnung in den Dienst gestellt wurde.

In der Zeit von 1953 bis 1958 wurden Wasserbezugsstellen im Gemeindegebiet errichtet. Bei der Jahreshauptversammlung 1953 wurde HBI Hans Kappel in seiner Funktion bestätigt. Ihm zur Seite wurde von den Kameraden Josef Wohlmuth als Kommandant Stellvertreter gewählt.

1965 ging man daran den Ankauf eines LLFA (Leichtes Löschfahrzeuges Allrad) zu planen. Dieses Fahrzeug war ein Land Rover und wurde bei der Firma Rosenbauer in Linz zu einem Preis von 262.000, -- Schilling bestellt. Die Finanzierung des Fahrzeuges erfolgte durch eine Sammelaktion im Gemeindegebiet. Unter anderem wurden für die Fahrzeugsegnung welche am 31.07.1966 stattfand, eine Weinsammlung durchgeführt.  
1500 Liter Wein wurden von den Weinbauern und der Bevölkerung gespendet, und wie es die Abrechnung der Fahrzeugsegnung zeigt, wahrscheinlich auch ausgetrunken.

Das Dach des Feuerwehrhauses musste bereits im Jahre 1968 saniert und neu eingedeckt werden.

Dem technischen Fortschritt folgend, war die Feuerwehr Fresing eine der ersten Feuerwehren im Bezirk Leibnitz, die ein Fahrzeugfunkgerät ankaufte. Dieses Funkgerät wurde im Land Rover eingebaut.

Da wie in Feuerwehrkreisen üblich ein Fahrzeug in der Garage allein dasteht, wurde am 20. Dezember 1973 eine Fahrzeugvorführung eines TLF 4000 durch die Firma Rosenbauer organisiert. In der Hoffnung, dass der Fahrzeugankauf schnell, wie alle bisherigen Vorhaben der inzwischen auf Freiwillige Feuerwehr Fresing – Kitzeck unbenannten Feuerwehr über die Bühne geht wurde im Sommer 1974 die Garage um 3x5m vergrößert. Wirtschaftliche Schwierigkeiten trugen dazu bei, dass mit einer positiven Finanzierungs- und Ankaufsgenehmigung durch die Gemeinde ein TLF 3000 auf Mercedes 911 mit 113PS erst gegen Ende 1974 bei der Firma Rosenbauer bestellt werden konnte.
Die Einweihung des angekauften Tanklöschfahrzeuges mit der taktischen Bezeichnung
TLFA 3000Trupp fand am 5. August 1975 statt.

Am 23. April 1977 verstarb der Gründungskommandant Herr Hans Kappel.
Die Verabschiedung von Hans Kappel fand am 27. April unter Anteilnahme aller Kameraden und der Bevölkerung in einem Trauerzug durch den Ort statt.

Die Freiwillige Feuerwehr Fresing – Kitzeck war eine der ersten Feuerwehren in der Region die Atemschutzgeräte ankaufte. Diese Atemschutzgeräte und ein zusätzlich angekauftes Fahrzeugfunkgerät wurden nach dem 25jährigen Gründungfest am 16. Juli 1978 seiner Bestimmung übergeben und in das TLFA 3000Trupp eingebaut.  

Der bereits seit 1973 als Kommandant fungierende HBI Josef Wohlmuth, welcher HBI Hans Kappel nachfolgte, der aus gesundheitlichen Gründen seinen Dienstgrad niederlegte, wurde im Jahre 1980 von dem bei der Jahreshauptversammlung neu gewählten Kommandanten HBI Siegfried Pronegg abgelöst.

1988 wurde erstmals eine Wettkampfgruppe aufgestellt, die nach nur zwei Teilnahmen an einem Bezirksbewerb beim Landesleistungsbewerb in Leoben am 26. Juni im Bewerb um das Feuerwehrleistungsabzeichen in Bronze und in Silber teilnahmen und diese auch positiv ablegten.

Unsere Tragkraftspritze eine Rosenbauer VW 75, spielte aus Altersgründen nicht mehr mit, somit musste auch für diese ein Ersatz besorgt werden. Wie schön bei den Fahrzeugen fand man auch beim Neuankauf der Tragkraftspritze bei der Firma Rosenbauer wieder einen verlässlichen Partner. So konnte am 16. Juni 1989 die damals auf dem Markt modernste erhältliche Tragkraftspritze eine Rosenbauer FOX beim Feuerwehrfest gesegnet und in den Dienst gestellt werden.

Bei der Jahreshauptversammlung am 7. Jänner 1990 folgte Karl Cresnik als Kommandant HBI Siegried Pronegg. Der neu gewählte Kommandant und sein Stellvertreter OBI Alois Pucher erkannten die Zeichen der Zeit, dass das Feuerwehrhaus nicht mehr den modernen Anforderungen entspricht.

Am 12. September 1990 wurde die Gemeinde bei einer Sitzung über den angedachten Feuerwehrhausneubau informiert. Der Gemeinderat mit dem damals neuen Bürgermeister Karl Schauer stand dem Feuerwehrhausneubau positiv gegenüber. Es wurde ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben, und bereits am 23. Februar 1991 wurde der Vorschlag vom Architekturbüro Haas aus Graz zum Siegerobjekt erklärt.

Nach Abwägung der Kostenteilung zwischen Land, Gemeinde und Feuerwehr musste jedoch noch ein Jahr vergehen, bis es nach der Ausschreibung zur Angebotseröffnung für den Neubau des Feuerwehrhauses kam.

Wie von unseren Gründungsvätern überliefert, gehört in ein neues Feuerwehrhaus auch ein neues Fahrzeug. So wurde im Jahre 1992 noch während die Planungs- und Ausschreibungsphase für unser neues Feuerwehrhaus lief, bereits laut über den Austausch des Land Rovers durch ein Neufahrzeug nachgedacht.

Das Nachdenken über ein neues Fahrzeuges hatte es in sich, so dass 1994 noch während der Rohbauphase des neuen Feuerwehrhauses ein neues Einsatzfahrzeug ein LFB-A (Lösch und Bergefahrzeug mit Allrad) auf Steyr 10S23, bei der Firma Lohr in Kainbach bei Graz bestellt werden konnte.

Am 21. Juli 1995 konnte das neue Fahrzeug bei der Firma Lohr abgeholt werden. Bei der Fahrzeugsegnung am 28.Juli 1995 standen aber auf einmal zwei Fahrzeuge zur Segnung bereit, denn die Kameraden hatten aus der Mannschaftskasse und einer Haussammlung einen gebrauchten VW Bus angekauft und diesen zu einem MTF-A (Mannschaftstransportfahrzeug mit Allrad) umgebaut. 110 Fahrzeugpatinen nahmen an der Segnung beider Fahrzeuge teil.
Weiters wurden 15 Rufempfänger angekauft und an die Kameraden ausgegeben.

Obwohl im alten Feuerwehrhaus kein Platz, und das neue Feuerwehrhaus noch nicht bezugsfertig war, wurde im Jahr 1995 auch eine Feuerwehrjugend gegründet und mit Uniformen ausgestattet.

Am 6. Juli 1996 fand im Rahmen des 45jährigen Bestandsjubiläums die feierliche Segnung des Feuerwehrhauses unter Teilnahme von 109 Feuerwehrhauspatinen, der Bevölkerung von Kitzeck, sowie honoriger Ehrengästen statt. Dem Festakt zum Bestandsjubiläum ging die Abhaltung des Bezirksfeuerwehrtages voraus.

Für die Ausbildung der Feuerwehrjugend benötigen wir auch eine Jugendbahn und ein Jugendzelt. Diese Ausrüstung wurde zusammen mit einem Anhänger, der für den Transport benötigt wird, 1997 angeschafft.

Der durch den Ankauf des LFB-A ausgeschiedene Land Rover konnte 1997 verkauft werden, und wurde von seinen neuen Eigentümern nach Afrika verschifft.

Beim Landesjugendleistungsbewerb 1997 erreichte unsere Jugendgruppe den ausgezeichneten 5 Rang.

Um den Jugendlichen an nichts nachzustehen, wurde nach 1987 erstmals wieder eine Wettkampfgruppe aufgestellt. Diese konnte das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber beim Landesleistungsbewerb in Frauental erringen.

Am 14. November 1997 wurden in einem Schreiben der Bürgermeister und die Gemeinderäte aufmerksam gemacht, dass unser Tankwagen mit seinen nunmehr 51.000km am Tacho und 1600 Pumpenstunden an seine Leistungsgrenzen gestoßen ist. Zusammen mit dem Landesfeuerwehrinspektorrat, dem Gemeinderat und den Feuerwehrkameraden wurde ein Projekt über den Ankauf eines neuen Tanklöschfahrzeuges TLFA 4000 Trupp der Marke Mercedes Actros 1831 erarbeitet und zur Ausschreibung gebracht.
Die Angebotseröffnung fand am 15. Mai 1998 im Feuerwehrhaus statt. Als Bestbieter ging die Firma Lohr aus Kainbach bei Graz heraus.

Die Leistungen unserer Feuerwehrjugend auf Bezirks- und Landesbasis wurden auch von höchsten Gremien nicht übersehen, und so wurde unsere Feuerwehrjugend 1998 als Vertreter der Steiermark zum Landesjugendleistungsbewerb nach Tirol entsandt.

Nachdem unser neues Tanklöschfahrzeug TLFA 4000Trupp im April 1999 vom Herstellerwerk der Firma Lohr übernommen werden konnte, wurde das Fahrzeug am 3. Juli 1999 mit seiner Segnung offiziell in den Dienst gestellt.

Unser 1995 gebraucht angekauftes und in Eigenregie ausgebautes Mannschaftstransportfahrzeug hatte Mitte des Jahres 2000 auf einmal mit einer ziemlichen Altersschwäche zu kämpfen. Aus wirtschaftlichen Gründen war von einer Reparatur abzusehen, sodass sich der Feuerwehrausschuss nun um ein Ersatzfahrzeug umschauen musste. Seitens des Landes wurde uns eine Förderung in Aussicht gestellt. Auch auf Gemeindeseite konnten wir mit einer finanziellen Zuwendung rechnen. Einen Großteil der Anschaffungskosten von rund € 80.000, -- wurden jedoch von einer Haussammlung im Gemeindegebiet und den Feuerwehrkameraden aus der Mannschaftskassa aufgebracht.
Somit konnte im April 2001 ein neues Mannschaftstransportfahrzeug auf Mercedes Sprinter 315 angekauft werden.

Unser 50jähriges Gründungsfest am 14. Und 15. Juli 2001 stand im Zeichen eines Bezirksjugendleistungsbewerb, und der Segnung unseres neuen Mannschaftstransporters.

20 Wettkampfgruppen aus 4 Bezirken nahmen am 6. September 2003 am Bezirksnassleistungsbewerb den wir zur Austragung bringen durften in Fresing teil.

Beim Landesleistungsbewerb in Bad Radkersburg vom 24. bis 25. Juni 2005 nahmen erstmals
2 Wettkampfgruppen der Freiwilligen Feuerwehr Fresing – Kitzeck erfolgreich am Bewerbsgeschehen teil, und legten das Leistungsabzeichen in Bronze und Silber ab.

Unsere seit 1997 aktive und nun auf zwei Gruppen angewachsene Wettkampfgruppe bewarb sich um die Ausrichtung des Bezirksleistungsbewerbe 2006 in Fresing, welcher am 13. Mai unter der Teilnahme von 44 Gruppen aus der ganzen Steiermark über die Bühne ging.
Beim im Juni folgenden Landesleistungsbewerb in Vorau nahmen abermals 2 Wettkampfgruppen teil. Unsere Altersgruppe konnte in Bronze erstmals bei einem Bewerb im Löschangriff unter 45 Sec. bleiben, und zwar mit 41,6 Sec. fehlerfrei, was in der Endabrechnung den 11 Rang bedeutete. In Silber konnte die Altersgruppe sogar den 7. Gesamtrang erreichen. Mit diesen Erfolgen beendeten die Kameraden eine 10jährige Erfolgsgeschichte der Wettkampfgruppen und lösten diese auf.  

Wegen einer Änderung im Landesfeuerwehrgesetz musste im Jänner 2007 eine Neuwahl des Kommandos abgehalten werden. HBI Karl Cresnik und OBI Gerhard Pall die bereits im Jahr 2005 als Kommandanten gewählt wurden, wurden in ihrer Funktion bestätigt.

Im November 2007 wurde am Turm des Feuerwehrhauses eine Gedenktafel angebracht, auf der alle Kommandanten, deren Stellvertreter seit der Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Fresing – Kitzeck, sowie alle Kameraden aufgelistet sind, die beim Neubau des Feuerwehrhauses mehr als 300 freiwillige Arbeitsstunden geleistet haben.

Die Garagen des Feuerwehrhauses wurden im Jänner/Februar 2009 verfliest, weiters wurden diverse Erhaltungsreparaturen im Feuerwehrhaus durchgeführt.

Ärzte meinen „Jucken und Kitzeln“ kann ansteckend sein, so kam es, dass es im Frühjahr 2010 einige Kameraden ordentlich gejuckt und gekitzelt haben muss, denn sie hatten nach 3 Jahren Pause wieder das Training für die Wettkampfsaison aufgenommen.
Beim Bezirksleistungsbewerb in Heimschuh wurde der ausgezeichnete 2. Rang erreicht.

Seitens der Gemeinde und des bestehenden Sportvereines in Fresing, wurde 2010 die Errichtung eines Sporthauses als Zubau zum Feuerwehrhaus angedacht.
Der Feuerwehrausschuss und die Kameraden kamen bei einer Abstimmung zum Ergebnis, dass man einem Zubau nicht im Wege steht, wenn als Zukunftssicherung für die nächsten Jahre eine vierte Garage zwischen Feuerwehr- und angedachten Sporthaus errichtet wird. Da nachträglich eine Bedarfserweiterung des Feuerwehrhauses nicht mehr möglich wäre.
Zurzeit wird an der Ausführung des Projektes noch gefeilt.

Unsere Atemschutzgeräte, welche im Tanklöschfahrzeug eingebaut sind, weisen ein Dienstalter von 18 Jahren auf, und müssen 2011 ausgetauscht werden. Nach einigen Besichtigungen entschlossen wir uns, dass Geräte der Firma Interspiro auf Überdruckbasis anzukaufen. Die Finanzierung der Atemschutzgeräte wird seitens der Gemeinde und einem Beitrag aus der Mannschaftskassa gesichert werden. Die Indienststellung erfolgte im Dezember 2011.

Bei der Wehr- und Wahlversammlung im Jänner 2012 mit anschließender Neuwahl des Feuerwehrkommandos wurden HBI Karl Cresnik und OBI Gerhard Pall in ihrer Funktion bestätigt.

Nachdem das Sporthaus wie 2010 angedacht, nicht an das Feuerehrhaus angebaut wird, begannen wir 2013 mit der eigenständigen Planung unserer Zukunftssicherung einer vierten Garage. Da uns bedingt durch unsere Gemeinde- und Feuerwehrgröße keine als solche zur Genehmigung stand, kamen wir nach einigen Gesprächen mit dem Landesfeuerwehrverband sowie dem Landesfeuerwehrinspektorat überein ein Lager für Katastrophenschutzmitteln anzubauen. Die Kosten von rund € 67.000,-- wurden bis auf eine kleine Förderung Seitens des Landesfeuerwehrverbandes aus der Mannschaftskassa aufgebracht. Die Halle konnte 2015 ihrer Bestimmung übergeben werden.

Aufgrund der Änderung der Bekleidungsrichtline des Landesfeuerwehrverbandes, welche ein einheitliches Auftreten der Feuerwehren in der Steiermark vorsieht, wurden 2015 und 2016 insgesamt 45 Kameraden- Innen mit der Einsatzkleidung E1 ausgestattet.

Bei der Wehr- und Wahlversammlung am 07.01.2017 folgte HBM d.V. Oliver Schwarzl HBI Karl Cresnik welcher auf den Tag genau 27 Jahre unsere Feuerwehr vorstand als Kommandant nach. BM Willi Matzer wurde zum neuen OBI gewählt und folgte somit OBI Gerhard Pall als neuen Kommandantenstellvertreter nach.

In den Jahren 2017 bis 2020 wurden Erhaltuns- und Sanierungsarbeiten am Feuerwehrhaus durchgeführt, unter anderem konnten die Außenrollos unserer Dachfenster erneuert werden, sowie ein massiver Wasserschaden welcher in der Stiefelwäsche unbemerkt seinen Anfang nahm und bis in die Umkleiden vordrang behoben werden.

Unsere weiteren Planungen für die nächsten Jahre wurden 2020 jäh durch das auftreten der „Covid-19“ Pandemie gestoppt. In den Corona-Pausen legten wir erstmalig in unserer Feuerwehr das Leistungsabzeichen in Bronze für die Technische-Hilfeleistung mit einer Gruppe sowie das Branddienstleistungsabzeichen in Bronze mit zwei Gruppen ab.

Nach des Technischen Hilfeleistungsprüfung kam es zu einem Notaustausch unseres nunmehr 26 Jahre alten Hydraulischen Rettungsgerätes wegen einer nichtvorhersehbaren bevorstehenden unrentablen Reparatur. Unsere Wahl fiel auf Neugeräte der Firma Lukas auf Akku-Basis sowie der Erweiterung von Spreizer und Schere auf eine Hydr. Stempfel. Nach Abzug einer Förderung durch den Landesfeuerwehrverband wurden die Restkosten von € 21.000, -- von der Gemeinde übernommen.

Im Oktober 2020 wurde in Zusammenarbeit mit der Gemeinde, dem Landesfeuerwehrverband Steiermark sowie dem Landesfeuerwehrinspektorat ein 10 Jahresplan für den anstehenden Austausch unseres Fuhrpark erarbeitet. Dieser sieht in Zukunft folgende Fahrzeuge vor: Mannschaftstransportfahrzeug (MTF-A), Berge- Löschfahrzeug auf Wechselcontainerbasis (BLF-C), Lastkraftwagen mit Ladebordwand (LKW-A) sowie ein Hilfeleistungslöschfahrzeug 4 (HLF4) welches als Stützpunktfahrzeug für den Abschnitt 7 in Fresing stationiert werden soll.

Nach einsetzen einer Arbeitsgruppe wurde mit Erarbeitung für den Ankauf des BLF-C begonnen. Mit der Genehmigung unseres Ankaufvorschlag seitens der Gemeinde, Landesfeuerwehrverband und Landesfeuerwehrinspektorat sowie des daraus resultierenden Fördervertrages wurde 2021 ein Fahrgestellt der Marke Toyota Hilux angekauft. Der Feuerwehrtechnische Aufbau wurde, schreiben wir es so - „der Stall bleibt rein“ - von unserem langjährigen Partner Magirus Lohr ausgeführt. Die Anschaffungskosten von
€ 120.000,-- für Fahrgestell und Fahrzeugaufbau wurden durch eine Förderung des Landesfeuerwehrverbandes und kosten Übernahme durch die Gemeinde Kitzeck im Sausal beglichen. Die Kosten für fehlende bzw. erweiterte Beladung von rund € 15.000,-- wurden von der Mannschaftskassa getragen.

Im Jänner 2022 wurden bei der Wehr- und Wahlversammlung HBI Klaus Ulbl und OBI Philipp Hirzer zum neuen Kommando gewählt.
Mit der Lieferung unseres neuen Einsatzfahrzeuges dem BFL-C im Juli wurde dies im Zuge unseres Feuerwehrfest im August gesegnet und seiner Bestimmung übergeben.